Medienpädagogische Angebote
Die Medienpädagogischen Angebote unterstützen in der Vermittlung von Medienkompetenzen und fokussieren dabei auf die sogenannten Future Skills: Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität. Flexible Lernsettings regen zum selbstbestimmten Arbeiten und gleichermaßen zur Teamfähigkeit an. Die Angebote wecken den Erfindungsreichtum, und dabei können die Kinder und Jugendlichen eigene Ideen und Projekte umsetzen, ausprobieren, überarbeiten und lernen, indem sie tun. Die Medienpädagog*innen als Lernbegleiter*innen übernehmen dabei beratende, moderierende und ermöglichende Rollen, unterstützen bei der Nutzung der Lernraums und fördern die Reflexion der Lernprozesse.
Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche ebenso wie Lehrkräfte fit für eine von Medien geprägte Welt zu machen. Wir fördern Kreativität, Wissen und Kritikfähigkeit und legen besonderen Wert auf einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Medienkompetenz bedeutet für uns, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen, sie sinnvoll zu nutzen und selbst zu gestalten.
Sie können mit Ihrer Klasse die Lernräume des MzRH buchen und nach Absprache für eigene Projekte nutzen, oder Sie lassen sich von uns zur Nutzung unserer Lernräume beraten und sprechen einen individuellen Projekttag ab. Als Wissensvermittler und Lernbegleiter unterstützen wir Sie nicht nur im MzRH, sondern kommen auch direkt in Ihre Schule oder Einrichtung. Außerdem können Sie sich über aktuell laufende Workshop-Angebote in unserem Terminkalender informieren.
Dies sind einige unserer medienpädagogischen Angebote:
Praktische Filmarbeit im VideoLab und vor Ort
In diesem Workshop werden Schüler*innen sowohl mit analogen als auch mit digitalen Mitteln selbst kreativ. Unter unserer medienpädagogischen Anleitung stellen Kinder und Jugendliche ihre eigenen, kurzen Videofilme her. Entscheidend für unsere Arbeitsweise ist, dass ein Maximum an Gruppenbeteiligung, Kreativität und Zeitökonomie erreicht werden kann. So wird die Wirkung und Funktion des Mediums Film praktisch bewusst. Diese Erfahrungen lassen die Massenmedien durchschaubar werden – in einem kreativen und intensiven Lernprozess. Vor und hinter der Kamera, ebenso wie in der Nachbearbeitung sind die Kinder und Jugendlichen selbst aktiv: Sie sind die Produzenten von der Idee bis zur Präsentation. Ob Trickfilm, Spielfilm, Dokumentation oder Reportage, ob mit dem Handy, dem Tablet oder der Videokamera gedreht: Das Ergebnis ist ein Film.
Unterrichtsbegleitend entsprechend der Pflichteinheit laut Kern-Curriculum (Deutsch, Kunst, Fremdsprachen) haben wir 3 Module entwickelt, die auch unabhängig voneinander für Sek I und II gebucht werden können:
- Filmsprache / Filmgestaltungsmittel
- Kamera- und Tonaufnahme / praktische Umsetzung der Theorie
- Montage mit Premiere Elements
Während der Projekttage bzw. Projektwochen (GS / Sek I) entwickeln die Schüler*innen eine Filmgeschichte und erarbeiten in Kleingruppen die Filmszenen. Sie werden mit der Technik vertraut gemacht, und in der konkreten Szene werden die Filmgestaltungsmittel vermittelt und eingesetzt. Am letzten Tag werden die Szenen in den jeweiligen Kleingruppen bearbeitet. Am Ende steht die Präsentation in der Klasse, Schule oder beim Elternabend.
Trickfilm mit dem Tablet
Wie genau ein Film überhaupt entsteht und wie die Bilder „laufen lern(t)en“, zeigen wir in diesem Workshop anhand der Trickfilmarbeit. Dabei erwerben die Kinder und Jugendlichen auf spielerische Weise handwerkliche und technische Fähigkeiten und Fertigkeiten beim Umgang mit Materialien und Werkzeugen, beispielsweise Schere, Papier, Digitalkamera und Computer. Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem Medium Film lernen sie zudem, sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Sie entwickeln selbstständig eine Filmidee, die zumeist mit der Aufforderung beginnt: „Geht nach draußen, findet Dinge, die sich zum Animieren eignen oder als Kulisse dienen können.“ Dies führt zur eigenmächtigen und kreativen Ausgestaltung der Trickfilme. Mit einfachen Schnittprogrammen werden dann Fehlaufnahmen gelöscht, die Geschwindigkeit verändert, Titel hinzugefügt und abschließend die Nachvertonung vorgenommen. Durch die Präsentation des fertigen Produkts erfahren die Kinder und Jugendlichen Anerkennung für ihre Leistung und eine Stärkung des Selbstwertgefühls.
Filmisches Erzählen für die Sek II
Dieser Workshop für Schüler*innen der Sekundarstufe II (empfohlene Fächer: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Kunst) ist inhaltlich angelehnt an die Lehrerfortbildung „Filmisches Erzählen“. Das Angebot bietet einen ersten Impuls für eine Unterrichtseinheit zum filmischen Erzählen und zur Filmanalyse, also zum Beispiel als Start in das Rahmenthema 7 (KC II Deutsch Gymnasien), aber natürlich auch als Angebot für andere relevante Fächer.
Dauer: 240–360 Minuten
Hörbuch und Hörspiel
Um der tagtäglichen Bilderflut einmal zu entkommen, sind Hörbücher, gesprochene Inhalte oder Musik sehr nützlich. Die Konzentration wird auf die Sprache und die Klänge gelengt und bietet ganz neue synästhetische Erfahrungen. Auch Hörbücher oder Hörspiele selbst zu produzieren, ist besonders für Jüngere wertvoll und spannend: Diese Arbeit fördert die Sprach- und Lesekompetenz, stärkt den mündlichen Ausdruck und vermittelt akustische Gestaltungsmittel – und das bei geringem technischem Aufwand mit einfacher PC-Software und handlichen Aufnahmegeräten.