Trickfilmprojekt des Medienzentrums der Region Hannover in der Grimsehlwegschule mit der Klasse 4c (24 Schülerinnen) Projektwoche vom 25. – 29. Juni 2007 (20Stunden)

Die Lehrerinnen Frau Plein und Frau Fischer hatten schon im Dezember 2006 die Anfrage für eine Projektwoche an mich gerichtet.. Mit ihren Schülern wollten sie einen Trickfilm herstellen und zwar als ein Endprodukt des Englischunterrichts. Da ich vom Medienzentrum der Region Hannover die Technik und die Trickbox mit in die Schule bringe, sind für die Lehrerinnen nur einige Vorbereitungen zu treffen. Wichtig für ein Filmprojekt, gerade Animation, ist es 2 Räume zur Verfügung zu haben, damit die Animationsarbeit in Ruhe stattfinden kann und die Trickbox mit den Legefiguren während der Woche aufgebaut und unberührt den Schulalltag erleben kann. Außerdem sollte für einen Trickfilm Bastelmaterial vorhanden sein. Ein Fernsehgerät ist notwendig, damit alle beteiligten Schüler das Bild von der Kamera sehen und sich so korrigieren, unterstützen können.

Neben der Trickbox, die eine festinstallierte Kamera hat, benutzten wir ein iBook mit der Kamerasoftware iStopMotion. Mit dieser Software ist es möglich Frame genaue Animation durchzuführen. Die Kinder sehen schon während der Aufnahmen Verschiebungen und können ihr Bild korrigieren.

 

 

Als Vorbereitung auf die Projektwoche hatten die Schülerinnen die Aufgabe kleine Geschichten zu erfinden. Am Montag, den ersten Projekttag stellten die Schülerinnen ihre Geschichten vor. Die Trickfilmarbeit ist sehr zeitintensiv, da die Figuren vor der Kamera für jede Bewegung verschoben werden müssen, entsprechen der Filmzeit 1Sekunde gleich 25 Filmbilder. In der professionellen Trickarbeit, werden die Objekte nur minimal bewegt.. Es ist aber auch möglich mit 1Sekunde gleich 12 bzw.8 Bewegungen zuarbeiten, das Endergebnis ist immer noch ruckelfrei.

Gemeinsam entschieden wir uns für 2 Verfilmungen, zwei Geschichten: „Where are you little Kangaroo?“ und „The magic Ball“. Die Geschichte des kleinen Kängurus war schon sehr weit entwickelt und die Mädchen-Gruppe hatte nun die Aufgabe ihre Tiere zu malen und natürlich die Landschaft zu gestalten in der die Geschichte stattfinden soll. Für die Trickfilmarbeit bietet es sich an, sich zunächst für eine Hintergrundfarbe (Tonpapier DIN3) oder größer zu entscheiden. Alle Objekte in der Landschaft werden gezeichnet, ausgeschnitten und dann erst zu einem Landschaftsbild montiert.. So kann z.B. das Känguru auch hinter einem Stein verschwinden und der Trick wirkt 3-Dimensional. Außerdem können auf dem Tricktisch die Objekte so montiert werden, dass es auch im Kamerabild wirkt.. Die Mädchen hatten mehrere Löwenbabies gezeichnet, mit Hilfe des Kamerabildes wurde nun das Baby „gecastet“, welches auf dem Monitor am deutlichsten erscheint, so wurden auch die anderen Figuren ausgewählt..

Nachdem alle Objekte zusammengestellt waren, wurden die Bewegungsabläufe geübt, ohne Tricktisch.

Bevor die andere Gruppe ihre Bilder gestalten konnte, musste sie die Geschichte des Balls entwickeln, wohin hin fliegt der Ball und wer gestaltet welche Bilder. Je zwei Kinder bastelten dann ein Filmbild und entschieden über den Bewegungsablauf.

Parallel zu den oben genannten Arbeiten konnte in Kleingruppen schon die Namen aus einzelnen Buchstaben für den Abspann animiert werden. Den Namen zu legen ist ein überschaubarer Bewegungsablauf, an dem die Kinder die Animationstechnik kennenlernen. An den folgenden Tagen wurden die Bilder, Filmsequenzen der Geschichten animiert, die fertig gestaltet waren. Am letzten Tag haben wir dann im Schnitt die Reihefolge der einzelnen Filmsequenzen gemeinsam entschieden und montiert.. Die Kinder hatten auf Englisch ihren Text entwickelt, der mit der Kamera aufgenommen wurde und anschließend im Schnittprogamm unter die einzelnen Sequenzen gelegt. Last but not least wurde aus einer Sammlung gemafreier Musik die entsprechende Hintergrundmusik ausgewählt. Ja und dann um 12.00 Uhr am Freitag konnten wir uns gemeinsam den entstandenen Film anschauen und es gab 24 stolze Filmemacher.